In dieser Zeit, wo die weltweiten Umbrüche uns


so deutlich vor der Haustür einholen, laden wir ein,


zusammen zu kommen zu Austausch und Begegnung,


zu Unterhaltung, Besinnung und Feiern.

 

Frieden machen - wie geht das denn?

 



Sie sind herzlich eingeladen!


 

Bürgermeister Erner empfängt Gäste von Pax Christi Erftstadt aus Medellín

 

Mittwoch, 19.3.2014

In der Frühlingssonne treffen wir uns vor dem Rathaus in Liblar. Heute werden die BesucherInnen aus Kolumbien sowie Vertreter von Pax Christi und dem AK Eine Welt von St. Barbara von Bürgermeister Erner empfangen. Es kommt eine ganz schön große Runde im Kleinen Sitzungssaal zusammen, einschließlich unserer Übersetzerin Indira aus Köln, aber eigentlich Cartagena, und Frau Goeth und Frau Abel-Huhn, die VHS und Gleichstellungsstelle vertreten. Wie sich herausstellt, ist auch Frau Goeth eine hervorragende Übersetzerin, weil sie 3 Jahre in Ecuador verbracht hat. Wir freuen uns über die freundliche Aufnahme und die würdigenden Worte, die der Bürgermeister für unsere Initiatve und das ambitionierte Programm findet. „Global denken – lokal handeln“ zum Anfassen. Herr Erner hat sich gut informiert und lässt sich viel Zeit für die Gäste, die dies als besonderes Zeichen der Gastfreundschaft erleben. Das Gespräch, einmal in Gang gekommen, geht in immer neue Runden, und wir von Pax Christi erfahren als Gastgeber auch auf diese Weise immer mehr von unseren Gästen.

 

So erzählt Olga von ihrer Arbeit mit strafgefangenen Frauen und der Sorge für ihre Kinder sowie den sehr frustrierenden Versuchen der Frauen, nach der Entlassung Arbeit und Einkommen zu finden. Viele sind im Gefängnis gelandet, weil ihre Kinder, Männer, Enkel... sie z.B. als Drogenkuriere missbraucht haben. Frauen mit kleinen Kindern verlieren sie, da sie in staatliche Obhut kommen. Ihr Lebensweg steht unter einem sehr dunklen Stern. Und wenn sie aus dem Gefängnis kommen, ist keiner mehr von denen für sie da, die sich ihrer Dienste bedient haben. Olga betont, wie wichtig Arbeit und Qualifikation ist, weil sie nicht nur den Lebensunterhalt sichern, sondern auch Würde geben.

Trotzdem sagt Olga: „Wir haben die Welt nicht verändert, aber wir haben die Kraft der Hoffnung gespürt!“

 

Amílcar berichtet über seinen Kampf dafür, dass Menschen die gleiche Würde, der gleiche Respekt zugesprochen wir, unabhängig von Geschlecht, Volkszugehörigkeit und sexueller Orientierung. Andersartig, aber gleichwertig!

 

Ancízar berichtet von seiner Sorge um die Kinder und Jugendlichen und seinen Kampf für ihre Rechte in seiner Intitiative, einem „Observatorio“, also einer Organisation, die beobachtet und auch anprangert, was geschieht. Kinder und Jugendliche stellen die Hoffnung für die Zukunft dar, werden aber vielfältig missbraucht. Auch kann der Frieden zwischen den verschiedenen Gruppierungen in Kolumbien nicht durch die Unterschrift unter einen Vertrag herbeigezwungen werden. Entwaffnung, Beschäftigung, Gerechtigkeit müssen folgen.

 

Leila sagt schließlich im persönlichen Gespräch: „Wenn es uns Menschen nicht gelingt, das Bewußtsein für unsere transzendente Natur in unser Leben zu integrieren, werden wir von Materialismus und Konsumismus aufgefressen.“

 

Wir werden eingeladen, uns ins Goldene Buch der Stadt einzutragen, lebhafte Gespräche gehen überall weiter. Wir spüren gemeinsam die Freude darüber, das ein Beziehungsfaden geknüpft ist.

 

 

In dieser Zeit, wo die weltweiten Umbrüche uns so deutlich vor der 


Haustür einholen, laden wir ein, zusammen zu kommen zu Austausch und

 

Begegnung, zu Unterhaltung, Besinnung und Feiern.

 

Frieden machen - wie geht das denn?